Nahrungsketten
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Nahrungsketten stellen den Energie- und
Stofffluss in Ökosystemen dar. Vereinfacht gesagt, sind sie die
Beziehungen von Lebewesen nach dem Prinzip Fressen und Gefressenwerden. Am
Anfang jeder Nahrungskette stehen die Produzenten, meist Pflanzen
und einige Bakterien. Sie bauen aus einfachen anorganischen Stoffen, die
sich im Wasser, Boden und der Luft befinden unter Ausnutzung der Energie
des Sonnenlichts komplizierte organische Verbindungen auf. Dieser Prozess
wird Photosynthese genannt. Dabei wird Kohlendioxid verbraucht und
Sauerstoff an die Luft abgegeben.
Geschlossen wird die Nahrungskette durch zersetzende Organismen, die Destruenten. Es sind Bakterien, Pilze und viele bodenlebende Organismen, die die abgestorbenen organischen Substanzen abbauen und letztlich daraus die anorganischen Stoffe produzieren, die die Pflanzen zum Wiederaufbau der organischen Verbindungen benötigen. Wird ein Glied der Nahrungskette beseitigt wie z.B. durch Pestizideinsatz, so kann sich das vorhergehende Kettenglied ungehemmt entwickeln während das nachfolgende wegen Nahrungsmangel dezimiert wird. In artenreichen Lebensgemeinschaften sind zahlreiche Nahrungsketten zu Nahrungsnetzen verknüpft. |
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In Nahrungsketten werden neben der Energie und den Nährstoffen auch zahlreiche Schadstoffe von den grünen Pflanzen bis zum Spitzenkonsumenten im betreffenden Ökosystem weitergereicht. Bei diesem Prozess können in Abhängigkeit von den Stoffeigenschaften die Schadstoffe im Verlauf der Nahrungskette auf jeder Stufe etwas stärker angereichert werden, sodass der Endkonsument bereits für ihn toxische Mengen des Schadstoffs aufnimmt und chronisch oder tödlich dadurch geschädigt wird.
Besonders hohe Akkumulationsraten erreichen Dauergifte und Schwermetalle im Fettgewebe von Lebewesen und in deren Organen, weil sie biologisch nicht oder schwer abbaubare Substanzen sind. Der Mensch steht am Ende der jeweiligen Nahrungskette und ist daher am stärksten gefährdet. Bei Wassertieren ist die Bioakkumulation besonders groß. Anreicherungsfaktoren von 1.000-10.000 und mehr gegenüber dem umgebenden Wasser sind mehr die Regel als die Ausnahme; deshalb wird bereits vor häufigem Verzehr von Seefischen gewarnt. |